Gar­ten: Ort des Grau­ens oder der Freude

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Für man­che Men­schen scheint der Gar­ten gleich­be­deu­tend mit einer Men­ge Arbeit zu sein. Wie sonst sind Schot­ter­gär­ten zu erklä­ren? Dabei muss es sich doch schon lan­ge her­um­ge­spro­chen haben: Wir Men­schen brau­chen Insek­ten, um zu über­le­ben. Denn sie bestäu­ben die Pflan­zen und sind nicht zuletzt Teil des ewi­gen Kreis­laufs, in den auch wir Men­schen ein­ge­bun­den sind.

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Vie­le Gar­ten­be­sit­zer geben sich sehr viel Mühe, auch die­sen nütz­li­chen klei­nen Wesen ein schö­nes Zuhau­se zu bie­ten. Sie pflan­zen eigens Blu­men, die stark blü­hen oder wäh­len Zier­pflan­zen aus, die vor allem bei Schmet­ter­lin­gen sehr begehrt sind. Das Non­plus­ul­tra in die­sem Zusam­men­hang ist natür­lich eine Schmetterlingsspirale.

Ein Gar­ten, rich­tig ange­legt, ist das Para­de­bei­spiel schlecht­hin für das per­fek­te Zusam­men­le­ben von Mensch und Natur. Obst, Gemü­se und Bee­ren aus dem eige­nen Gar­ten schme­cken nicht nur bes­ser als die gekauf­ten Pedants, sie erfül­len den Hob­by­gärt­ner auch mit Stolz. Ein gepfleg­ter Gar­ten ist die per­fek­te Erho­lungs-Oase nach einem lan­gen Arbeits­tag. Und je nach Grö­ße kannst du dei­nen Kin­dern einen rich­ti­gen Spiel­platz im eige­nen Gar­ten aufbauen.

Gar­ten: Für Mensch und Natur

Aber das sind lei­der Aus­nah­men. Denn wie sonst ist es zu erklä­ren, dass schon bereits jede drit­te der in Deutsch­land leben­den wil­den Bie­nen­ar­ten gefähr­det oder vom Aus­ster­ben bedroht ist? So jeden­falls steht es in der Roten Liste.

Auch das ist kein Geheim­wis­sen, denn nicht nur online kann sich jeder infor­mie­ren. Umso unver­ständ­li­cher sind die so genann­ten Schot­ter­gär­ten. Die Stadt Spey­er hat sie nun ver­bo­ten. Schon Bestehen­de müs­sen aber nicht rück­ge­baut werden.

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Ich fra­ge dich und mich ernst­haft: War­um muss sowas erst ver­bo­ten wer­den? War­um kommt der zivi­li­sier­te, den­ken­de und klu­ge Mensch nicht sel­ber drauf? Aber viel­leicht weiß er es ja, aber die Bequem­lich­keit ist ihm wich­ti­ger als alles andere.

Ich habe das sel­te­ne Pri­vi­leg, genau gegen­über eines sol­chen grau­si­gen Schot­ter­gar­tens zu woh­nen. Und er ist mir ein täg­li­ches Ärger­nis. Denn nicht nur, dass er einen höchst tris­ten Anblick bie­tet: Er zeugt auch vom Ego­is­mus des Besit­zers, der offen­sicht­lich nicht ein­mal mit­hel­fen möch­te, sei­nen eige­nen Kin­dern eine gesun­de, eine lebens­wer­te Zukunft zu ermöglichen.

 

 

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