Ener­gie aus der Luft

energie

Der Erfin­der der neu­en Wis­sen­schaft, der renom­mier­te Inge­nieur Gerr Ger­man Plau­son, hat sei­ner For­schung jah­re­lan­ge Arbeit gewid­met, und jetzt nutzt er tat­säch­lich klei­ne Kraft­wer­ke, die Tag und Nacht Strom direkt aus der Luft erzeu­gen, deren ohne Unter­bre­chung, prak­tisch kos­ten­los, sobald die Anla­ge gestar­tet ist. In einer unse­rer bis­he­ri­gen Ver­öf­fent­li­chun­gen hat­ten wir die Mög­lich­keit, das Sys­tem auf der Grund­la­ge von Tele­gra­fen­nach­rich­ten grob zu beschrei­ben, jetzt sind aber alle Details verfügbar.

Die Men­ge an Strom in unse­rer Atmo­sphä­re erstaunt die Vor­stel­lungs­kraft. Gerr Plaw­son fand in sei­nen Expe­ri­men­ten her­aus, dass ein ein­zi­ger Bal­lon, der auf 300 Yards hoch­ge­zo­gen wur­de, einen 1,8 Amp kon­stan­ten Strom von 400 Volt, oder über 17 % und 1/4 Kilo­watt Als zwei Bal­lons in Ver­bin­dung mit einer spe­zi­el­len Kon­den­sa­tor­bat­te­rie ein­ge­setzt wur­den, betrug die Leis­tung 81 und 1/2 Kilo­watt in 24 Stun­den! Der tat­säch­li­che Strom betrug 6,8 Ampere bei einer Span­nung von 500 Volt.

Die bes­ten Luft­bal­lons, die der Erfin­der ver­wen­det hat, waren aus dün­nem Alu­mi­ni­um­blech. Tuch wird nicht benutzt. Ein ein­fa­ches inne­res Sys­tem aus Rip­pen, Stän­dern und Dräh­ten ver­leiht dem Bal­lon­stei­fig­keit sowie eine gewis­se Elas­ti­zi­tät.  Ein luft­dich­ter Bal­lon ist mit Was­ser­stoff oder bes­ser noch mit Heli­um gefüllt. Dann bleibt er wochen­lang in der Luft hängen.
Die Außen­flä­che ist mit extrem schar­fen Elek­tro­ly­se­stif­ten gefüllt.

Unend­li­che Energie

Gewöhn­li­che Stif­te haben sich nicht als gute Dreh­mo­ment­emp­fän­ger her­aus­ge­stellt, da es ihnen an extre­mer Schär­fe fehl­te. Die Stif­te selbst waren aus amal­ga­mier­tem Zink, das eine radio­ak­ti­ve Sub­stanz ent­hält, zur Ioni­sa­ti­on der Luft. Es konn­te auch fest­ge­stellt wer­den, dass bei Auf­tra­gen auf die Außen­flä­che eines Zink-Amal­gam­bal­lons mehr Strom gesam­melt wer­den konn­te. Mit Polo­ni­um-Amal­gam wur­den noch bes­se­re Ergeb­nis­se erzielt.

Plaw­son argu­men­tiert, dass die Funk­ti­on die­ser Amal­gas rein foto­elek­trisch sei. Ein­hun­dert die­ser ein­hun­dert Meter von­ein­an­der gele­ge­nen Aero­stats wer­den sta­bi­le 200 PS Leis­tung lie­fern. Das ist Mini­mum, denn im Win­ter steigt die­ser Indi­ka­tor auf­grund der höhe­ren Elek­tri­fi­zie­rung der Atmo­sphä­re auf 400 PS. Wir brau­chen nicht auf die Beson­der­hei­ten ein­ge­hen, wie der Strom schließ­lich für indus­tri­el­le Zwe­cke geeig­net ist.

Es genügt zu sagen, dass das Pro­blem kom­plett von Plau­son gelöst wur­de. Bei Ver­wen­dung von Kon­den­sa­tor­bat­te­rien, Hoch­span­nungs­trans­for­ma­to­ren usw. d. h. Strom kann in jede gewünsch­te Form umge­wan­delt wer­den, zum Bei­spiel für Lam­pen beleuch­ten, Moto­ren star­ten, Bat­te­rie­la­den usw.

Plaw­son erfand auch eine Art elek­tro­sta­ti­schen rotie­ren­den Trans­for­ma­tor, der Kli­ma­an­la­ge ohne Kon­den­sa­to­ren und Trans­for­ma­to­ren pro­du­ziert. Sei­ne Leis­tung ist tat­säch­lich sehr groß, da er tat­säch­lich schnell Strom aus den Samm­ler­ku­geln “saugt”. Es besteht kein Zwei­fel dar­an, dass die­se Erfin­dung bald welt­weit gän­gig wer­den wird. Wir wer­den die Erde mit Bal­lons gefüllt sehen, beson­ders in länd­li­chen Gegen­den und über­all, wo Was­ser­en­er­gie knapp ist.

Tat­säch­lich ist die Zeit nah, in der fast unse­re gesam­te Ener­gie aus der Atmo­sphä­re kom­men wird. Bis jetzt ist dies offen­bar die bil­ligs­te bekann­te Ener­gie­form, sie ist wesent­lich bil­li­ger als sogar Was­ser­ser­gie — die bis­her bil­ligs­te Energieform.

(Dies ist ein Arti­kel über die Erfin­dung von Plaw­son: X. Gerns­back, aus der Zeit­schrift “Wis­sen­schaft und Erfin­dun­gen”, Febru­ar 1922)

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