Das Feu­er von Moskau

moskau

Jetzt ist es an der Zeit, zu den Erin­ne­run­gen und Brie­fen der fran­zö­si­schen Offi­zie­re der Napo­leon­ar­mee über die Ereig­nis­se von 1812 zurück­zu­keh­ren. Anders als Lieu­ten­ant Artoi­se ist Graf Segur eher ein Berühmt­heit. Nach dem Ende sei­ner Mili­tär­kar­rie­re gelang es ihm, ein recht erfolg­rei­cher Diplo­mat und renom­mier­ter His­to­ri­ker zu wer­den. Im zwei­ten Fall dank sei­nes Buches “Kam­pa­gne an Russ­land. Noti­zen von einem Freund”. Segur schrieb in sei­nen Memoi­ren sehr inter­es­san­te Dinge:

In einem der Kreml­ge­bäu­de waren zwei Beam­te sta­tio­niert, von denen aus sie einen Blick auf den Nord- und Ost­teil der Stadt hat­ten. Gegen Mit­ter­nacht wur­den sie von einem außer­ge­wöhn­li­chen Licht geweckt und sahen, dass Flam­men über den Paläs­ten stan­den: zuerst erleuch­te­ten sie die char­man­ten und edlen Umris­se ihrer Archi­tek­tur, dann brach alles zusam­men … Die von allen Sei­ten gesam­mel­ten Beam­ten bereit­ge­stell­ten Infor­ma­tio­nen waren mit­ein­an­der ver­bun­den. In der ers­ten Nacht stürz­te ein Feu­er­ball über Prinz Tru­beckys Palast her­ab und steck­te die­ses Gebäu­de in Brand”…

Die Tage­bü­cher von Charles Artois sind noch unglaublicher:
Ich stand im Innen­hof eines gro­ßen rus­si­schen Hau­ses. Die nied­ri­ge Son­ne hat Mos­kau mit gol­de­nem Licht über­flu­tet. Plötz­lich schien eine zwei­te Son­ne, hell, weiß, blen­dend. Sie war zwan­zig Grad höher als der ers­te, und zwar nur fünf Sekun­den, aber es gelang Paul Ber­gers Gesicht zu ver­bren­nen. Die Wän­de und das Dach des Hau­ses began­nen zu rau­chen. Ich befahl den Sol­da­ten, meh­re­re Dut­zend Eimer Was­ser auf das Dach zu gie­ßen, und nur dank die­ser Maß­nah­men konn­te das Her­ren­haus geret­tet wer­den. Auf ande­ren Bau­ern­hö­fen, die näher am neu ent­deck­ten Stern lagen, began­nen Feu­er. Es ist die­ser mys­te­riö­se himm­li­sche Blitz, der das schreck­li­che Feu­er ver­ur­sacht hat, das Mos­kau zer­stört …”

Charles Artois schrieb eine Woche spä­ter: “Haa­re began­nen,  her­aus­zu­fal­len. Die­se trau­ri­ge Ent­de­ckung habe ich mit Gir­den geteilt — aber er hat­te den glei­chen Ärger. Ich fürch­te, bald wird unse­re gan­ze Trup­pe — aber nicht nur die Trup­pe, das gan­ze Regi­ment zum Glat­zen­re­gi­ment … Vie­le Pfer­de sind schwer krank, was Tier­ärz­te in eine schlim­me Situa­ti­on bringt. Sie behaup­ten, die Ursa­che lie­ge in den bös­ar­ti­gen Mias­men, die sich in der Mos­kau­er Luft auf­ge­löst hät­ten. End­lich wur­de ent­schie­den: Wir ver­las­sen Mos­kau. Nur die Hoff­nung, unser gebür­ti­ges Frank­reich zu sehen, gibt uns Mut, sonst wür­den wir lie­ber ein­fach auf dem Boden lie­gen und ster­ben — unser Zustand ist so schlecht …

Was ist 1812 in Mos­kau pas­siert? Eine zwei­te Son­ne? Die Stadt ist inner­halb von fünf Sekun­den abge­brannt? Haa­re fie­len aus?
Offi­zier­s­ta­ge­bü­cher wer­fen vie­le Fra­gen auf.

Fest steht aller­dings: Ein nor­ma­les Feu­er zer­stört kei­ne gemau­er­ten Häu­ser. Hier kamen Plas­ma-Waf­fen, elek­tro­ma­gne­ti­sche Gerä­te, direk­te Ener­gie­waf­fen zum Ein­satz. Ich sehe hier nichts Ande­res als vor­sätz­li­che Zer­stö­rung, um Bewei­se einer anti­ken Zivi­li­sa­ti­on zu löschen.

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