Der Sinn von Weihnachten

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Du kennst sicher den Spruch, der besagt: “Weih­nach­ten ist das Fest der Fes­te”. Aber war­um ist das so? War­um wird gera­de Weih­nach­ten in vie­len Län­dern der Welt so fröh­lich gefeiert?

Wenn du Christ bist, glaubst du ganz fest dar­an, dass Jesus, der Sohn Got­tes, an die­sem Tag gebo­ren wur­de. Und die­ses Ereig­nis wird gefeiert.

Nun gibt es die Anschau­ung, dass alle Men­schen Kin­der Got­tes sind. Man kann es ver­glei­chen mit einem Feu­er, von dem wir alle die Fun­ken sind.

Nur lei­der haben wir das ver­ges­sen. Wir den­ken von uns, wir sei­en nur Men­schen. Klei­ne und manch­mal völ­lig hilf­lo­se Geschöp­fe eines all­mäch­ti­gen Schöpfers.

Was ist aber, wenn da jemand ist, der sich erin­nert hat, dass er ein Fun­ke Got­tes ist? Kann man nicht sagen, die­ser Mensch ist sich nun sei­ner Selbst bewusst?

Wie mag nun ein solch selbst­be­wuss­ter Mensch auf sein sozia­les Umfeld wir­ken? Ich kann es dir sagen, weil ich einen ken­ne und mit mei­ner bes­ten Freun­din auch ein Buch über ihn geschrie­ben habe. Er ist anstren­gend und wirkt manch­mal äußerst wider­sprüch­lich und unfass­bar arro­gant. Denn nie­mals lässt er einen Wider­spruch zu!

Weih­nach­ten in dir selbst

Ein sol­cher Mensch ist idea­lis­tisch bis zum Exzess. Wür­de man ver­su­chen, ihn mit nor­ma­len Maß­stä­ben zu mes­sen, man wür­de unwei­ger­lich dem Wahn­sinn nahe kommen!

Wie alt er auch wird, er ändert sich nicht. Und das ver­stört die Men­schen. Sie hal­ten ihn für unreif und ein­fach unmög­lich, weil er mit 70 noch genau­so reagiert, denkt und han­delt, wie er  es mit 30 getan hat.

Aber ändert sich Gott? Nein, es ändert sich nur das Bild, das wir uns von ihm machen!

Die­ser sich sei­ner selbst bewuss­te Mensch hat Sam­s­a­ra, das Rad der Wie­der­ge­bur­ten, ver­las­sen. Aber den­noch wird er aus Lie­be zu den Men­schen immer wie­der inkar­nie­ren, um in immer wie­der neu­en Leben zu ver­su­chen, sie auf die Spur nach ihrem Wah­ren Selbst zu bringen.

Mei­ner bes­ten Freun­din und mir sag­te die­ser Mensch ein­mal: “Schö­ne Wor­te legen mich nicht mehr rein. Für mich zäh­len nur noch Taten.” Frei nach Aure­li­us Augus­ti­nus: “Nicht Wor­te sucht Gott bei dir, son­dern dein Herz.

Es gibt noch ein ande­res Zitat von Ange­lus Sile­si­us (eigent­lich Johan­nes Scheff­ler, deut­scher Arzt, Pries­ter und Dich­ter; 1624 — 1677): “Wäre Chris­tus tau­send­mal in Beth­le­hem gebo­ren und nicht in dir: Du bliebst doch in alle Ewig­keit ver­lo­ren.”

Ich wün­sche dir, dass du dir wie jener (noch) außer­ge­wöhn­li­che Mann dei­nes Wah­ren Selbst bewusst wirst und tat­säch­li­che Weih­nach­ten fei­ern kannst!

Bild­quel­le

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