Wis­sens­wer­tes über David Rockefeller

david rockefeller

David Rocke­fel­ler leb­te vom 12. Juni 1915 bis 20. März 2017. Er war ein US-ame­ri­ka­ni­scher Ban­kier und als Vor­sit­zen­der der Cha­se Man­hat­tan Cor­po­ra­ti­on tätig. Er  stu­dier­te in Har­vard und anschlie­ßend ein Jahr an der Lon­don School of Eco­no­mics (LSE) Wirtschaftswissenschaften.

An der LSE lern­te er den zukünf­ti­gen Prä­si­den­ten John F. Ken­ne­dy ken­nen und hat­te wohl auch eine Bezie­hung mit des­sen Schwes­ter Kath­le­en. Wäh­rend sei­ner Zeit in Lon­don arbei­te­te Rocke­fel­ler kurz in der dor­ti­gen Filia­le der spä­te­ren Cha­se Man­hat­tan Bank.

Nach Abschluss sei­nes Stu­di­ums in Chi­ca­go war er 18 Mona­te lang Sekre­tär des New Yor­ker Bür­ger­meis­ters Fio­rel­lo La Guar­dia. Obwohl der Bür­ger­meis­ter gegen­über der Pres­se dar­auf hin­wies, dass Rocke­fel­ler nur einer von 60 Prak­ti­kan­ten in der Stadt­ver­wal­tung sei, war sein Arbeits­platz tat­säch­lich das vakan­te Amt des stell­ver­tre­ten­den Bür­ger­meis­ters. Von 1941 bis 1942 war Rocke­fel­ler stell­ver­tre­ten­der Regio­nal­di­rek­tor des staat­li­chen Büros für Verteidigungs‑, Gesund­heits- und Wohlfahrtsdienste.

Rocke­fel­lers Bankgeschäfte

1946 trat er in den Dienst der fami­li­en­geführ­ten Cha­se Natio­nal Bank, deren Vor­sit­zen­der, Win­throp W. Ald­rich, sein  Onkel war. Es war eine Groß­han­dels­bank, die mit ande­ren pro­mi­nen­ten Finanz­in­sti­tu­ten und gro­ßen Fir­men­kun­den wie Gene­ral Electric tätig war. Die Bank ist auch eng mit der Ölin­dus­trie verbunden.

Cha­se Natio­nal wur­de 1955 zur Cha­se Man­hat­tan Bank und ver­la­ger­te sich deut­lich in das Pri­vat­kun­den­ge­schäft. Rocke­fel­ler begann als Assi­stant Mana­ger in der Aus­lands­ab­tei­lung. Dort finan­zier­te er den inter­na­tio­na­len Han­del mit einer Rei­he von Roh­stof­fen wie Kaf­fee, Zucker und Metal­len. So bekam er Bezie­hun­gen zu mehr als 1.000 Kor­re­spon­denz­ban­ken auf der gan­zen Welt. Er beklei­de­te ande­re Posi­tio­nen und wur­de schließ­lich 1960 Präsident.

Von 1969 bis 1980 war er sowohl Vor­sit­zen­der als auch CEO von Cha­se Man­hat­tan, was er bis 1981 blieb. Dane­ben war bis 1980 auch größ­ter Ein­zel­ak­tio­när der Bank. Wäh­rend sei­ner Amts­zeit als CEO ver­brei­te­te sich die­ses Bank­haus inter­na­tio­nal und wur­de wegen sei­nes glo­ba­len Netz­werks von Kor­re­spon­denz­ban­ken zu einem zen­tra­len Bestand­teil des welt­wei­ten Finanzsystems.

1973 grün­de­te Cha­se in Mos­kau in der dama­li­gen Sowjet­uni­on die ers­te Filia­le einer ame­ri­ka­ni­schen Bank. In die­sem Jahr reis­te Rocke­fel­ler nach Chi­na, was dazu führ­te, dass sei­ne Bank die ers­te Kor­re­spon­denz­bank der Natio­nal Bank of Chi­na in den USA wurde.

Wäh­rend die­ser Zeit wei­te­te Cha­se Man­hat­tan sei­nen Ein­fluss auch auf vie­le nicht­fi­nan­zi­el­le Unter­neh­men aus. Eine Stu­die aus dem Jahr 1979 mit dem Titel “The Signi­fi­can­ce of Bank Con­trol over Lar­ge Cor­po­ra­ti­ons” schätz­te, wel­che US-Finanz­in­sti­tu­te die größ­te Kon­trol­le über ande­re Unter­neh­men hat­ten: “Die von Rocke­fel­ler kon­trol­lier­te Cha­se Man­hat­tan Bank führt die Lis­te an und kon­trol­liert 16 Unter­neh­men.

Rocke­fel­lers Skandale

Wäh­rend sei­ner Amts­zeit als CEO hat­te die Bank mehr “fau­le” Kre­di­te als jede ande­re gro­ße Bank. Cha­se besaß Mit­te der 1970er Jah­re, als die Stadt kurz vor dem Bank­rott stand, wei­te­re Wert­pa­pie­re von New York City. 1974 brach ein Skan­dal aus, als eine Prü­fung ergab, dass Ver­lus­te aus dem Anlei­he­han­del unter­schätzt wur­den, und 1975 wur­de die Bank von der Federal Reser­ve als “Pro­blem­bank” bezeichnet.

1974 bis 1976 gin­gen die Ein­nah­men von Cha­se um 36 Pro­zent zurück, wäh­rend die der größ­ten Kon­kur­ren­ten um 12 auf 31 Pro­zent stie­gen. Die Erträ­ge der Bank haben sich zwi­schen 1976 und 1980 mehr als ver­dop­pelt und über­tra­fen damit ihren Kon­kur­ren­ten Citi­bank bei der Kapi­tal­ren­di­te bei wei­tem. Bis 1981 waren die Finan­zen der Bank wie­der gesund.

Im Novem­ber 1979, als er Vor­sit­zen­der der Cha­se Bank war, wur­de Rocke­fel­ler in einen inter­na­tio­na­len Zwi­schen­fall ver­wi­ckelt, als er und Hen­ry Kis­sin­ger zusam­men mit John J. McCloy und Rocke­fel­lers Adju­tan­ten Prä­si­dent Jim­my Car­ter über das US-Außen­mi­nis­te­ri­um über­re­de­ten, den Schah von Iran, Moham­mad Reza Pahl­avi, in die Ver­ei­nig­ten Staa­ten zur Kran­ken­haus­be­hand­lung zu bringen.

Die­se Akti­on lös­te im Iran näm­lich die so genann­te Gei­sel­kri­se aus und stell­te Rocke­fel­ler zum ers­ten Mal unter eine inten­si­ve Medi­en­be­ob­ach­tung. 1981 zog er sich aus dem akti­ven Manage­ment der Bank zurück. Der ehe­ma­li­ge Cha­se-Vor­sit­zen­de John J. McCloy sag­te damals, er glau­be, dass Rocke­fel­ler nicht als gro­ßer Ban­ker in die Geschich­te ein­ge­hen wür­de, son­dern als “ech­te Per­sön­lich­keit, als ange­se­he­nes und loya­les Mit­glied der Gemein­schaft”.

Rocke­fel­lers poli­ti­sche Verbindungen

Er reis­te viel und traf sich sowohl mit aus­län­di­schen Herr­schern als auch mit US-Prä­si­den­ten, begin­nend mit Dwight D. Eisen­ho­wer. Zeit­wei­se dien­te er als inof­fi­zi­el­ler Gesand­ter für hoch­ran­gi­ge Geschäf­te. Unter den aus­län­di­schen Füh­rern, die er traf, waren

  • Sad­dam Hussein
  • Fidel Cas­tro
  • Niki­ta Chruschtschow
  • Michail Gor­bat­schow

Prä­si­dent Jim­my Car­ter bot ihm die Posi­ti­on des US-Finanz­mi­nis­ters an, aber er lehn­te ab. Rocke­fel­ler wur­de dafür kri­ti­siert, dass er sich mit aus­län­di­schen Auto­kra­ten anfreun­de­te, um die Inter­es­sen von Cha­se in ihren Län­dern auszuweiten.

Der Kolum­nist der New York Times, David Brooks, schrieb 2002, dass Rocke­fel­ler “sein Leben im Club der herr­schen­den Klas­se ver­brach­te und den Mit­glie­dern des Clubs loy­al war, egal was sie taten.” Rocke­fel­ler habe gewinn­brin­gen­de Geschäf­te mit “ölrei­chen Dik­ta­to­ren”, “sowje­ti­schen Par­tei­bos­sen” und “chi­ne­si­schen Tätern der Kul­tur­re­vo­lu­ti­on” geschlos­sen.

Rocke­fel­ler & Kissinger

Rocke­fel­ler lern­te Hen­ry Kis­sin­ger 1954 ken­nen, als die­ser zum Direk­tor einer weg­wei­sen­den Stu­di­en­grup­pe des Coun­cil on For­eign Rela­ti­ons über Nukle­ar­waf­fen ernannt wur­de, der David Rocke­fel­ler ange­hör­te. Er berief Kis­sin­ger in das Kura­to­ri­um des Rocke­fel­ler Bro­thers Fund und beriet sich häu­fig mit ihm zu The­men wie den Inter­es­sen der Cha­se Bank in Chi­le und der Mög­lich­keit der Wahl von Sal­va­dor Allen­de im Jahr 1970.

Rocke­fel­ler unter­stütz­te 1971 sei­ne Initia­ti­ve zur “Öff­nung Chi­nas”, weil sie der Cha­se Bank Geschäf­te eröff­ne­te. Im Jahr 2006 schloss er sich mit ehe­ma­li­gen Gold­man Sachs-Füh­rungs­kräf­ten und ande­ren zusam­men, um eine Fund­rai­sing-Grup­pe mit Sitz in Washing­ton, Repu­bli­cans Who Care, zu grün­den, die gemä­ßig­te repu­bli­ka­ni­sche Kan­di­da­ten gegen­über eher ideo­lo­gi­schen Anwär­tern unterstützte.

Rocke­fel­ler und CIA

Er kann­te den Direk­tor der Cen­tral Intel­li­gence Agen­cy (CIA) Allen Dul­les und sei­nen Bru­der, den Außen­mi­nis­ter der Eisen­ho­wer-Admi­nis­tra­ti­on John Fos­ter Dul­les seit sei­ner Zeit im Col­le­ge. Allen Dul­les hat­te  sein Ope­ra­ti­ons­zen­trum für den Zwei­ten Welt­krieg nach Pearl Har­bor im Rocke­fel­ler Cen­ter ein­ge­rich­tet und eng mit dem MI6 zusam­men­ge­ar­bei­tet, der auch sei­ne Haupt­ope­ra­ti­on in den USA im Cen­ter hatte.

Rocke­fel­ler ver­kehr­te auch mit dem ehe­ma­li­gen CIA-Direk­tor Richard Helms sowie Archi­bald Bulloch Roo­se­velt Jr., einem Mit­ar­bei­ter der Cha­se Bank und ehe­ma­li­gen CIA-Agen­ten, des­sen Cou­sin ers­ten Gra­des, der CIA-Agent Ker­mit Roo­se­velt Jr., am Iran-Putsch von 1953 betei­ligt war.

Eben­falls 1953 freun­de­te er sich mit Wil­liam Bun­dy an, der in den 1950er Jah­ren neun Jah­re lang ein wich­ti­ger CIA-Ana­lyst war, der Ver­bin­dungs­mann der Agen­cy zum Natio­na­len Sicher­heits­rat wur­de. Dar­über hin­aus gibt ein ehe­ma­li­ger CIA-Agent in Cary Reichs Bio­gra­phie sei­nes Bru­ders Nel­son an, dass David von ihm und ande­ren Abtei­lungs­lei­tern der Agen­tur unter der Lei­tung von Davids “Freund und Ver­trau­tem”, CIA-Direk­tor Allen Dul­les, aus­führ­lich über ver­deck­te Geheim­dienst­ope­ra­tio­nen infor­miert wurde.

Rocke­fel­lers Richtlinien

1964 grün­de­te er mit ande­ren ame­ri­ka­ni­schen Geschäfts­leu­ten wie Sol Lino­witz das gemein­nüt­zi­ge Inter­na­tio­nal Exe­cu­ti­ve Ser­vice Corps, das Ent­wick­lungs­län­der ermu­tigt, pri­va­te Unter­neh­men zu för­dern. 1979 grün­de­te er die Part­ners­hip for New York City, eine gemein­nüt­zi­ge Mit­glie­der­or­ga­ni­sa­ti­on von New Yor­ker Geschäftsleuten.

1992 wur­de er füh­ren­des Mit­glied des Rus­si­an-Ame­ri­can Ban­kers Forum, einer vom Chef der Federal Reser­ve Bank of New York ein­ge­rich­te­ten Bera­tungs­grup­pe, die Russ­land bei der Moder­ni­sie­rung sei­nes Ban­ken­sys­tems berät, mit vol­ler Unter­stüt­zung von Prä­si­dent Boris Jelzin.

Rocke­fel­ler hat­te eine lebens­lan­ge Ver­bin­dung zum Coun­cil on For­eign Rela­ti­ons (CFR), als er 1949 als Direk­tor ein­trat. 1965 grün­de­ten Rocke­fel­ler und ande­re Geschäfts­leu­te den Coun­cil of the Ame­ri­cas, um die wirt­schaft­li­che Inte­gra­ti­on in Ame­ri­ka anzu­re­gen und zu unterstützen.

1992 schlug er auf einem vom Rat gespon­ser­ten Forum eine “Frei­han­dels­zo­ne der west­li­chen Hemi­sphä­re” vor, die 1994 bei einem Gip­fel in Miami zur Frei­han­dels­zo­ne Ame­ri­kas wur­de. Die wich­tigs­te Ver­bin­dung zwi­schen ihm und Prä­si­dent Bill Clin­ton, um Unter­stüt­zung für die­se Initia­ti­ve zu gewin­nen, bestand in Clin­tons Stabs­chef Mack McLar­ty. Des­sen Bera­tungs­un­ter­neh­men Kis­sin­ger McLar­ty Asso­cia­tes wie­der­um war ein kor­po­ra­ti­ves Mit­glied des Rates ist.

Rocke­fel­ler war auch ein Treu­hän­der der Car­ne­gie Endow­ment for Inter­na­tio­nal Peace, als Alger Hiss Prä­si­dent war. Unzu­frie­den mit der Wei­ge­rung der Tref­fen der Bil­der­berg-Grup­pe, Japan ein­zu­be­zie­hen, half Rocke­fel­ler im Juli 1973 bei der Grün­dung der Tri­la­te­ra­len Kommission.

Rocke­fel­lers spä­te­re Karriere

Nach dem Krieg und neben sei­ner Arbeit bei Cha­se nahm Rocke­fel­ler eine akti­ve­re Rol­le in den geschäft­li­chen Geschäf­ten sei­ner Fami­lie ein. In Zusam­men­ar­beit mit sei­nen Brü­dern in den bei­den Eta­gen des Rocke­fel­ler Cen­ters, bekannt als Room 5600, reor­ga­ni­sier­te er die unzäh­li­gen Geschäf­te und phil­an­thro­pi­schen Unter­neh­mun­gen der Familie.

Die Män­ner hiel­ten regel­mä­ßi­ge “Brü­der­tref­fen” ab, in denen sie Ent­schei­dun­gen von gemein­sa­mem Inter­es­se tra­fen und über bemer­kens­wer­te Ereig­nis­se in ihrem Leben berich­te­ten. Rocke­fel­ler fun­gier­te als Sekre­tär der Grup­pe und mach­te sich bei jedem Tref­fen Notizen.

Nach dem Tod sei­ner Brü­der Win­throp (1973), John III (1978), Nel­son (1979) und Lau­ran­ce (2004) wur­de David allei­ni­ges Fami­li­en­ober­haupt. Rocke­fel­ler sorg­te dafür, dass aus­ge­wähl­te Mit­glie­der der vier­ten Genera­ti­on, all­ge­mein als Cou­sins ​​​​bekannt, direkt in die Insti­tu­tio­nen der Fami­lie ein­ge­bun­den wurden.

Dazu gehör­te die Ein­la­dung, im Rocke­fel­ler Bro­thers Fund, der 1940 von den fünf Brü­dern und ihrer Schwes­ter gegrün­de­ten Haupt­stif­tung, akti­ver zu wer­den. Die Groß­fa­mi­lie enga­gier­te sich auch in ihrer eige­nen phil­an­thro­pi­schen Orga­ni­sa­ti­on, die 1967 gegrün­det und haupt­säch­lich von Mit­glie­dern der drit­ten Genera­ti­on gegrün­det wur­de, dem Rocke­fel­ler Fami­ly Fund.

In den 1980er Jah­ren geriet Rocke­fel­ler in Kon­tro­ver­sen über die Hypo­the­ken­dar­le­hen und den Ver­kauf des Rocke­fel­ler Cen­ters an japa­ni­sche Inter­es­sen. 1985 ver­pfän­de­te die Fami­lie Rocke­fel­ler das Anwe­sen für 1,3 Mil­li­ar­den US-Dol­lar, von denen 300 Mil­lio­nen US-Dol­lar an die Fami­lie gingen.

1989 wur­den 51 % des Grund­stücks (spä­ter auf 80 %  auf­ge­stockt) an die Mitsu­bi­shi Esta­te Com­pa­ny of Japan ver­kauft. Die­se Akti­on wur­de kri­ti­siert, weil sie ein wich­ti­ges Wahr­zei­chen der USA aus­län­di­schen Inter­es­sen über­ließ. Im Jahr 2000 lei­te­te Rocke­fel­ler den end­gül­ti­gen Ver­kauf des Rocke­fel­ler Cen­ters an Tish­man Spey­er Pro­per­ties zusam­men mit der Crown-Fami­lie von Chi­ca­go, wodurch die mehr als 70-jäh­ri­ge direk­te finan­zi­el­le Ver­bin­dung der Fami­lie mit dem Rocke­fel­ler Cen­ter been­det wurde.

2005 spen­de­te er 100 Mil­lio­nen US-Dol­lar an das Muse­um of Modern Art und 100 Mil­lio­nen US-Dol­lar an die Rocke­fel­ler Uni­ver­si­ty, zwei der bekann­tes­ten Fami­li­en­in­sti­tu­tio­nen; sowie 10 Mil­lio­nen US-Dol­lar an Har­vard und 5 Mil­lio­nen US-Dol­lar an Colo­ni­al Wil­liams­burg. Im Jahr 2006 ver­sprach er dem Rocke­fel­ler Bro­thers Fund nach sei­nem Tod 225 Mil­lio­nen US-Dol­lar, die größ­te Spen­de in der Geschich­te des Fonds. Das Geld soll ver­wen­det wer­den, um den David Rocke­fel­ler Glo­bal Deve­lo­p­ment Fund zu schaf­fen, der Pro­jek­te unter­stützt, die den Zugang zur Gesund­heits­ver­sor­gung ver­bes­sert, For­schung zu inter­na­tio­na­len Finan­zen und Han­del betreibt, Armut bekämpft und nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung unter­stützt, sowie für ein Pro­gramm, das den Dia­log zwi­schen mus­li­mi­schen und west­li­chen Natio­nen för­dert. Außer­dem spen­de­te er 2008 100 Mil­lio­nen US-Dol­lar an die Har­vard University.

Die New York Times schätz­te im Novem­ber 2006, dass sich sei­ne gesam­ten wohl­tä­ti­gen Spen­den im Lau­fe sei­nes Lebens auf 900 Mil­lio­nen US-Dol­lar belau­fen. 2002 ver­öf­fent­lich­te er als Ers­ter sei­ner Fami­lie eine Auto­bio­gra­fie. Sein Tes­ta­ment ver­langt, dass sein Nach­lass nach Liqui­da­ti­on des Ver­mö­gens über 700 Mil­lio­nen US-Dol­lar an ver­schie­de­ne gemein­nüt­zi­ge Orga­ni­sa­tio­nen spen­den wird. Dar­un­ter sind die Rocke­fel­ler Uni­ver­si­ty, das Muse­um of Modern Art und Har­vard. Die größ­te Spen­de wird ent­we­der 250 Mil­lio­nen US-Dol­lar oder der ver­blei­ben­de Rest­be­trag des Nach­las­ses sein, der die Grün­dung des David Rocke­fel­ler Glo­bal Deve­lo­p­ment Fund finan­zie­ren wird.

Rocke­fel­lers per­sön­li­ches Leben

1940 hei­ra­te­te er Mar­ga­ret “Peg­gy” McGrath. Sie starb 1996, und gemein­sam hat­ten sie sechs Kinder:

  • David Rocke­fel­ler Jr. (* 24. Juli 1941) – stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der, Rocke­fel­ler Fami­ly & Asso­cia­tes (das Fami­ly Office, Raum 5600); Vor­sit­zen­der von Rocke­fel­ler Finan­cial Ser­vices; Treu­hän­der der Rocke­fel­ler Foun­da­ti­on; ehe­ma­li­ger Vor­sit­zen­der des Rocke­fel­ler Bro­thers Fund und Rocke­fel­ler & Co., Inc., neben vie­len ande­ren Familieninstitutionen.
  • Abi­ga­il Ald­rich “Abby” Rocke­fel­ler (* 1943) – Öko­no­min und Femi­nis­tin. Als ältes­te und rebel­lischs­te Toch­ter fühl­te sie sich vom Mar­xis­mus ange­zo­gen und war eine glü­hen­de Ver­eh­re­rin von Fidel Cas­tro. Ende der 1960er und Anfang der 1970er Jah­re war sie eine radi­ka­le Femi­nis­tin, die der Orga­ni­sa­ti­on Fema­le Libe­ra­ti­on ange­hör­te und spä­ter eine Split­ter­grup­pe namens Cell 16 grün­de­te. Als Umwelt­schüt­ze­rin und Öko­lo­gin war sie eine akti­ve Unter­stüt­ze­rin der Frauenbefreiungsbewegung.
  • Neva Rocke­fel­ler (gebo­ren 1944 – Öko­no­min und Phil­an­thro­pin. Sie ist Direk­to­rin des Glo­bal Deve­lo­p­ment and Envi­ron­ment Insti­tu­te; Treu­hän­de­rin und stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de des Rocke­fel­ler Bro­thers Fund und Direk­to­rin der Rocke­fel­ler Phil­an­thro­py Advisors.
  • Mar­ga­ret Dula­ny “Peg­gy” Rocke­fel­ler (geb. 1947) – Grün­de­rin des Syn­er­gos Insti­tu­te 1986; Vor­stands­mit­glied des Coun­cil on For­eign Rela­ti­ons; Mit­glied des Bera­tungs­aus­schus­ses des David Rocke­fel­ler Cen­ter for Latin Ame­ri­can Stu­dies an der Har­vard University.
  • Richard Gil­der Rocke­fel­ler (1949–2014) – Arzt und Phil­an­throp; Vor­sit­zen­der des US-Bei­rats der inter­na­tio­na­len Hilfs­or­ga­ni­sa­ti­on Ärz­te ohne Gren­zen; Treu­hän­der und Vor­sit­zen­der des Rocke­fel­ler Bro­thers Fund.
  • Eile­en Rocke­fel­ler (* 26. Febru­ar 1952) – Ven­ture Phil­an­throp; Grün­dungs­vor­sit­zen­der von Rocke­fel­ler Phil­an­thro­py Advi­sors, gegrün­det 2002 in New York City.

Rocke­fel­lers Tod

David Rocke­fel­ler starb am 20. März 2017 in sei­nem Haus in Pocan­ti­co Hills, New York, im Schlaf an einer Herz­in­suf­fi­zi­enz. Er war 101 Jah­re alt.

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