Fluch als Geschäftsidee?

fluch

Wir Men­schen lie­ben es, wenn es gerecht zugeht, so will es unse­re Natur. Aber es wird immer Unge­rech­tig­kei­ten geben, gegen die alle Geset­ze macht­los sind. In die­sen Fäl­len hilft nur ein Fluch! So jeden­falls dach­ten die Men­schen im alten Grie­chen­land und Rom.

Die, die es sich leis­ten konn­ten, hat­ten sicher kein Pro­blem damit, einem erklär­ten Feind “die Pest an den Hals” zu wün­schen. Aus die­sen alten Kul­tu­ren sind näm­lich so genann­te Fluch­ta­feln erhal­ten geblie­ben. Sie waren an Geis­ter der Unter­welt oder Göt­ter wie Heka­te, Per­se­pho­ne, Cha­ron und Plu­to adressiert.

Ver­flu­chen, aber richtig!

Dabei han­del­te es sich um klei­ne Tafeln aus sehr dünn gewalz­tem Blei-Blech, auf die mit win­zi­gen Buch­sta­ben  jeweils ein Fluch geritzt wur­de. Sie for­der­ten die Göt­ter oder  Toten­geis­ter auf, einem Objekt oder einer Per­son zu scha­den. Es gab aber auch Fluch­ta­feln, die den Mis­se­tä­ter zwan­gen, sein Opfer zu groß­zü­gig entschädigen.

Die Fluch­ta­feln wur­den tief in der Erde ver­steckt, vor­zugs­wei­se natür­lich in Grä­bern. Ver­schie­dent­lich warf man sie auch in Tüm­pel oder Brun­nen oder nagel­te sie an die Tempelwände.

Im durch­or­ga­ni­sier­ten römi­schen Reich waren sol­che  Fluch­ta­feln Blan­co-Doku­men­te, die im Vor­aus geschrie­ben  wur­den. Für den Namen des Ziels ent­spre­chend des Kun­den­wun­sches ließ man ein wenig Platz frei.

Lie­bes­zau­ber und Fluch

Ein sol­cher Fluch wur­de aber auch gekauft, wenn man sich nach der Lie­be einer bestimm­ten Per­son sehn­te. In die­sem Fall plat­zier­te man die Fluch­ta­fel im Haus des Objekts der Begier­de. Meis­tens zusam­men mit klei­nen Pup­pen, um die Haar­sträh­nen gewi­ckelt oder Stü­cke von Fin­ger­nä­geln gesteckt waren. Um den Bann zu ver­stär­ken, waren die Hän­de und Bei­ne der Figu­ren zusätz­lich gefes­selt. Die­se Art Lie­bes­zau­ber erin­nert doch sehr an den west­afri­ka­ni­schen Voodoo-Kult.

Und auch in unse­ren auf­ge­klär­ten Zei­ten gibt es online wohl zig­tau­send Dienst­leis­ter, die sich einen pro­fes­sio­nell aus­ge­spro­che­nen Fluch oder einen Lie­bes­zau­ber fürst­lich bezah­len las­sen. Na okay, wenn es hilft …

Bild­quel­le

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