Rät­sel der Zeitrechnung

zeitrechnung

Mit der Zeit­rech­nung beschäf­ti­ge ich mich schon im ers­ten Band mei­nes Buches. Denn mit ihr scheint etwas über­haupt nicht zu stim­men. Und offen­sicht­lich gab es frü­her Leu­te, die das wuss­ten. Wie anders wäre denn die­se Ansichts­kar­te vom Dresd­ner Haupt­bahn­hof zu erklä­ren? Denn wenn du sie betrach­test, siehst du auf ihr das Datum “4.8.901”.

Ja, damals wuss­ten eini­ge Men­schen schein­bar noch, wel­ches Jahr nach Chris­tus Geburt (wobei selbst das frag­lich ist) wir wirk­lich schrei­ben, und zwar 901 und nicht wie von den Geschichts­fäl­schern vor­ge­ge­ben 1901. Es wehen im Übri­gen die Fah­nen vom Deut­schen Kai­ser­reich in Schwarz-Weiß-Rot am Bahn­hofs­ge­bäu­de. Somit lässt sich das Gan­ze auch zeit­lich eingrenzen.

zeitrechnungUnd die­se Abbil­dung zeigt dir eben­die­sen Haupt­bahn­hof im Wan­del der Zeit.

Die inter­na­tio­nal gebräuch­lichs­te Zeit­rech­nung bezieht sich auf den Gre­go­ria­ni­schen Kalen­der. Er ent­stand gegen Ende des 16. Jahr­hun­derts durch eine Reform des julia­ni­schen Kalen­ders. Benannt ist er nach Papst Gre­gor XIII., der ihn 1582 mit der päpst­li­chen Bul­le “Inter gra­vis­si­mas” ver­ord­ne­te.

Ich weiß nicht, wie es dir geht. Aber ich fin­de es höchst bezeich­nend, dass die damals ver­ord­ne­te Zeit­rech­nung auch heu­te noch gilt. Schließ­lich haben wir doch moder­ne und sehr genaue Metho­den der Zeit­zäh­lung! Für mich ist dies ein schla­gen­des Indiz dafür, wie viel Macht das Papst­tum auch heu­te noch hat.

So ist es auch nach­voll­zie­hen, dass die Chro­no­lo­gie­kri­tik eine wis­sen­schaft­lich bedeu­tungs­los geblie­be­ne Form von Geschichts­re­vi­sio­nis­mus ist. Und das bei den vie­len Bewei­sen und Indi­zi­en! So viel also zur hoch gelob­ten Wissenschaft …

Sie würg­te Ansät­ze von Wil­helm Kammei­er, Heri­bert Illig, Ana­to­li Fomen­ko und etli­chen Ande­ren ab und ver­wei­gert sich bis heu­te einer sach­li­chen Dis­kus­si­on. Es ist ja auch zu ein­fach, unlieb­sa­me Gedan­ken in den Bereich der “Pseu­do­wis­sen­schaft” zu ver­frach­ten und somit lächer­lich zu machen.

Offen­sicht­lich gehört die Zeit­rech­nung zu den Nar­ra­ti­ven, an denen zu rüt­teln nicht oppor­tun ist …

 

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