Selt­sa­me Feu­er in Moskau

feuer

Nichts ist, wie es scheint! Denn Feu­er ist nicht gleich Feuer.

Der Bri­ga­de­ge­ne­ral Graf Phil­ip­pe de Segur (1780–1873) schrieb in sei­nen Memoi­ren: “Zwei Offi­zie­re waren in einem der Kreml-Gebäu­de sta­tio­niert, von wo aus sie einen Blick auf den nörd­li­chen und öst­li­chen Teil der Stadt hat­ten. Gegen Mit­ter­nacht wur­den sie von einem außer­ge­wöhn­li­chen Licht geweckt. Sie sahen, dass die Flam­men die Paläs­te ver­schlan­gen: Zuerst beleuch­te­ten sie die anmu­ti­gen und edlen Umris­se ihrer Archi­tek­tur, und dann brach alles zusammen …

In der Nacht vom 14. auf den 15.  fiel ein Feu­er­ball über den Palast des Prin­zen Tru­bets­koy und steck­te die­ses Gebäu­de in Brand.

Ein sehr selt­sa­mes Feu­er. Um es mil­de auszudrücken.
Außer­ge­wöhn­li­ches Licht, Feu­er­ball, Flam­me. Sieh dir dazu die Atom­tests an …

Aber wei­ter im Bericht. “Die Innen­stadt litt am meis­ten. Nach dem Brand waren rie­si­ge Grä­ben voll­stän­dig mit Schutt und Trüm­mern bedeckt!”

Übri­gens, Napo­le­on, dem vor­ge­wor­fen wird, Mos­kau ange­zün­det und den Kreml gesprengt zu haben, hat die­sen Brand nur knapp überlebt.

Napo­le­on und das Feuer

Graf de Segur schreibt: “Dann fan­den unse­re Män­ner nach lan­ger Suche in der Nähe eines Stein­hau­fens einen unter­ir­di­schen Gang, der zur Moskwa führ­te. Durch die­se enge Pas­sa­ge gelang es Napo­le­on mit sei­nen Offi­zie­ren und Wachen, aus dem Kreml zu kom­men.

Die von uns, die durch die Stadt gin­gen, erkann­ten jetzt, vom Feu­er­sturm betäubt, von Asche geblen­det, die Gegend nicht, und außer­dem ver­schwan­den die Stra­ßen selbst in Rauch und ver­wan­del­ten sich in Trüm­mer­hau­fen … Vom gro­ßen Mos­kau blie­ben nur noch meh­re­re Häu­ser übrig, die zwi­schen den Rui­nen ver­streut waren. Die­ser erschla­ge­ne und ver­brann­te Koloss ver­ström­te wie eine Lei­che einen schwe­ren Geruch. 

Asche­hau­fen, an man­chen Stel­len Mau­er­res­te und Dach­spar­ren­frag­men­te deu­te­ten teil­wei­se dar­auf hin, dass hier einst Stra­ßen gewe­sen waren. Am Stadt­rand gab es rus­si­sche Män­ner und Frau­en, die mit ver­brann­ten Klei­dern bedeckt waren. Sie sind wie Geis­ter, die durch die Rui­nen wan­dern … Von der fran­zö­si­schen Armee wie auch von Mos­kau hat nur ein Drit­tel über­lebt.”

Dem Feu­er folg­te eine Krank­heit. Von einem Mos­kau­er ist über­lie­fert: „Die Kaser­nen waren über­sät mit kran­ken Sol­da­ten, denen jeg­li­che Auf­sicht ent­zo­gen wur­de, und Kran­ken­häu­ser wur­den zer­stört. Sie star­ben zu Hun­der­ten an einem Man­gel an Medi­ka­men­ten und sogar an Nah­rung … die Stra­ßen und Plät­ze waren über­sät mit toten blu­ti­gen mensch­li­chen Kör­pern. Die gan­ze Stadt war in einen Fried­hof ver­wan­delt.

Feu­er über Tartaria

Offi­zi­ell besaß im 19. Jahr­hun­dert weder Mos­kau noch Groß­bri­tan­ni­en nuklea­re oder ther­mo­nu­klea­re Waf­fen. Und wenn doch?

Um Tar­ta­ria zu ver­nich­ten, war es zunächst nötig, das Volk zu ver­nich­ten. Bis zum letz­ten Men­schen! Neh­men wir (aus­nahms­wei­se) an, dass die offi­zi­el­le Geschichts­schrei­bung die­ses Mal aus irgend­ei­nem uns unbe­kann­ten Grund die Ereig­nis­se beschreibt, die sich in der Rea­li­tät ereigneten.

Das gro­ße Tata­ri­en erlitt eine mili­tä­ri­sche Nie­der­la­ge und ter­ri­to­ria­le Ver­lus­te. Na und? Solch unbe­deu­ten­de Ver­lus­te kön­nen nicht zum Tod einer so gro­ßen Macht füh­ren! Auch wenn die Nie­der­la­ge eine schwe­re innen­po­li­ti­sche Kri­se ver­ur­sach­te. Denn kei­ne innen­po­li­ti­sche Kri­se konn­te zum Zusam­men­bruch der Gro­ßen Tar­ta­ren führen.

Denn die Men­schen, die vor zwei­hun­dert Jah­ren Asi­en bewohn­ten, waren ver­eint und voll­kom­men homo­gen. Damals  leb­ten im Land von Tarkh und Tara nur Tar­ta­ren: Gro­ße, blon­de, weiß­häu­ti­ge Men­schen mit korn­blu­men­blau­en, grü­nen, feu­ri­gen oder sil­ber­nen Augen.

Es waren Sla­wen-Ari­er Rus. Freund­lich und gut­her­zig in Frie­dens­zei­ten, tap­fer und gna­den­los im Kampf, gerecht und barm­her­zig in Tagen des Sie­ges und stand­haft in Zei­ten der Not. Weil sie die mora­li­sche Rein­heit und den Glau­ben ihrer Vor­fah­ren bewahrt haben. Vom Ural bis Alas­ka. Von Nowa­ja Seml­ja bis Tibet.

Der Voll­stän­dig­keit hal­ber stel­len wir fest, dass der Mensch­heit im 19. Jahr­hun­dert durch einen erstaun­li­chen Zufall Krebs bekannt wur­de. Heu­te zwei­felt kein Arzt mehr dar­an, dass eine der Haupt­ur­sa­chen für Krebs radio­ak­ti­ve Strah­lung ist.

Jeden­falls wur­de Mit­te des 20. Jahr­hun­derts der Aus­bruch der Krebs­in­zi­denz gera­de durch eine Zunah­me des radio­ak­ti­ven Hin­ter­grunds verursacht.

Dabei bleibt die Fra­ge: Wer hat­te im frü­hen 19. Jahr­hun­dert sol­che Waffen?

Bild­quel­le

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