Wie fin­dest du Glück?

glück

Selbst wenn Du das ulti­ma­ti­ve Erleb­nis erle­ben wür­dest, nach dem du dich so sehr sehnst, wür­dest Du es nicht für immer wol­len .… Es wür­de dich irgend­wann lang­wei­len und du wirst es erset­zen wol­len. Frü­her oder spä­ter kann selbst das bes­te Objekt im Außen, das wir uns vor­stel­len kön­nen, uns nicht zufrie­den stel­len. Wir pro­ji­zie­ren unse­re Sehn­sucht nach Glück auf Gegen­stän­de und Men­schen. Solan­ge sie uns zu erfül­len schei­nen, sagen wir, dass wir sie lieben.

Aber sobald sie uns nicht mehr erfül­len, sagen wir, dass wir sie nicht mehr lie­ben  und gehen. Oder aber wir blei­ben und ver­sin­ken im all­täg­li­chen Trott .…

Wir geben dem Objekt oder der Per­son die Schuld, aber es ist nicht die Schuld des Objekts oder der Per­son. Kein Objekt oder kei­ne Per­son kann uns zufrie­den­stel­len. Kei­ne objek­ti­ve Erfah­rung kann uns dau­er­haf­ten Frie­den und Glück schen­ken. Irgend­wann müs­sen wir die­ser Tat­sa­che ins Auge sehen. Kei­ne wun­der­ba­re Bezie­hung, kein wun­der­ba­rer Leh­rer, kein beson­de­rer Geis­tes­zu­stand, kein kör­per­li­cher Zustand, kein Gesund­heits­zu­stand, kein Wohl­stands­zu­stand: wir müs­sen frü­her oder spä­ter klar sehen, dass nichts davon uns glück­lich machen wird.

Solan­ge unser Wunsch nach Glück in objek­ti­ve Erfah­rung inves­tiert ist, wer­den wir immer ver­su­chen, eine Erfah­rung durch eine ande­re Erfah­rung zu erset­zen. Aber wenn uns wirk­lich klar ist, dass kei­ne Erfah­rung uns glück­lich machen wird, dann beginnt unser Motiv, die aktu­el­le Erfah­rung durch eine neue Erfah­rung zu erset­zen, zu schwinden.

Es gibt nichts, was in unse­rer gegen­wär­ti­gen Situa­ti­on (nicht) vor­han­den ist, was uns dar­an hin­dern könn­te, voll­kom­men glück­lich zu sein. Das gilt für jede Situation.

SIE­HE EIN­FACH, DASS,
WAS DU IM WESENT­LI­CHEN BIST,
DIE­SES NACK­TE WESEN,
BEREITS ERFÜLLT IST.

Kein Gedan­ke, kein Gefühl, kei­ne Emp­fin­dung, Wahr­neh­mung, Akti­vi­tät oder Bezie­hung, die irgend­je­mand von uns jemals hat­te, hat jemals etwas zu unse­rem wesent­li­chen Wesen hinzugefügt.

Unser wesent­li­ches Wesen befin­det sich jetzt in genau dem­sel­ben ursprüng­li­chen Zustand wie damals, als wir Kin­der waren. Auch hat kei­ne schreck­li­che oder schmerz­haf­te Erfah­rung unser Selbst gemin­dert oder geschä­digt oder verletzt.

ALLES, WAS NOT­WEN­DIG IST, IST KLAR ZU SEHEN, DASS UNSER SELBST ERFÜLLT IST. Es wird nicht durch ein Objekt oder ein ande­res erfüllt. Wir kön­nen Akti­vi­tä­ten und Bezie­hun­gen immer noch wün­schen und genie­ßen, nicht als Quel­le des Glücks, son­dern als Mit­tel, um unser Glück aus­zu­drü­cken, zu tei­len und zu feiern.

Es fehlt an nichts – das mei­ne ich mit Glück. Ich füh­le mich voll­stän­dig. Ich brau­che nichts, um mich zu erfül­len. Bewe­ge dich von die­sem Stand­punkt aus durch die Welt, begeg­ne Men­schen nicht als poten­zi­el­len Quel­len der Lie­be oder des Glücks, son­dern nur um dein Sein zu teilen.

Wenn du Men­schen triffst und nichts von ihnen willst, wer­den sie sich sofort sicher füh­len, weil sie nicht das Gefühl haben, dass du die unmög­li­che For­de­rung, Glück oder Lie­be für dich zu pro­du­zie­ren, auf sie pro­ji­zierst. Und als Ergeb­nis wird die­se Bezie­hung eine ech­te Bezie­hung sein.

Eine inti­me Bezie­hung hat nichts damit zu tun, ob Du sexu­ell intim bist oder nicht. Du kannst sehr inti­me Bezie­hun­gen zu Men­schen haben, mit denen Du kei­nen phy­si­schen Kon­takt hast. Und eben­so kannst Du sexu­el­le Bezie­hun­gen mit Men­schen haben, mit denen es kei­ne wirk­li­che Inti­mi­tät gibt. Wir seh­nen uns nicht nach sexu­el­len Beziehungen,
son­dern nach inti­men Bezie­hun­gen. Und eine inti­me Bezie­hung ist nur die Ver­grö­ße­rung und das Tei­len unse­res Seins ohne Pro­jek­ti­on oder Erwartung.

(Nach Rupert Spi­ra, einem eng­li­schen spi­ri­tu­el­len Leh­rer, Phi­lo­soph und Autor)

Von die­sem The­ma han­delt mein Roman.

Bild­quel­le

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

error: Content is protected !!