Rea­li­tät: Wie WIRK­lich ist sie?

realität

In einem frü­he­ren Bei­trag ließ uns die genia­le Rana Nef­a­ta­ri bereits an ihren Gedan­ken zur Simu­la­ti­ons­theo­rie und zur Matrix teilhaben.

Dies­mal möch­te sie einen Schritt wei­ter­ge­hen und auf­zei­gen, wie du (dein Bewusst­sein) mit dei­nem “Ava­tar” ver­knüpft bist:

Egal wel­che Vari­an­te der Simu­la­ti­ons­theo­rie du bevor­zugst, alle haben Eines gemein­sam: “DU” bist außer­halb der Simu­la­ti­on und steu­erst (bewusst oder unbe­wusst) dei­ne Spiel­fi­gur im “Spiel”. Doch wie bist du mit die­sem Ava­tar ver­knüpft? Was weist ihn als “dein Gefäß” aus? Die Ant­wort dar­auf ist ernüch­ternd ein­fach: Eine ein­deu­ti­ge ID!

So wie jede Spiel­fi­gur einen indi­vi­du­el­len Fin­ger­ab­druck hat, so hat sie auch eine indi­vi­du­el­le ID. Dank die­ser ID weiß die KI der Matrix ganz genau, mit wel­cher Figur dein Bewusst­sein ver­bun­den wer­den muss, wenn du ins Spiel ein­steigst. Dein Bewusst­sein (oder auch “See­le”) ist somit nicht Bestand­teil des Ava­tars, son­dern mit die­sem nur über einen Daten­satz verknüpft.

Die meis­ten Reli­gio­nen sagen, die See­le “fährt gen Him­mel” und ver­lässt den Kör­per. Doch das ist wohl falsch, denn dort ist sie ja bereits von Anfang an und nicht Bestand­teil unse­res Kör­pers. Aber was geschieht nun beim “Tod” der Spielfigur?
Eigent­lich nicht viel:

  1. Der Daten­satz des Ava­tars wird gelöscht (somit ver­schwin­det er aus der Simulation).
  2. Die Refe­ren­zie­rung unse­res Bewusst­seins mit dem Daten­satz (die ID) wird gelöscht.
  3. Jeg­li­che Erfah­rung, die der Ava­tar gemacht hat,  wird dem Bewusst­sein (dir) unzu­gäng­lich gemacht. Du ver­gisst ver­mut­lich, dass du die­se Figur spiel­test.  Die Daten blei­ben jedoch wei­ter vor­han­den, da sie die Simu­la­ti­on ver­bes­sern kön­nen. Aber es sind nun “anony­me Daten”.
  4. Die KI (oder du selbst?) ent­schei­dest auf­grund ver­schie­de­ner unbe­kann­ter Fak­to­ren, wel­ches dei­ne neue Spiel­fi­gur ist. Die­ser wird nun wie­der­um eine neue ein­deu­ti­ge ID zuge­wie­sen, und das Spiel beginnt von vorn. Es geht nichts ver­lo­ren. Nur die Ver­bin­dung zu dei­nem Ava­tar und jene Erfah­run­gen, die nicht mehr benö­tigt werden.

Rea­li­tät oder was?

Das hat jedoch weit rei­chen­de Konsequenzen:
Bis­her war das Argu­ment, wenn du einen Klon von dir her­stellst und die­sem mit dei­nen Daten füt­terst: “Die See­le geht nicht mit, das bin nicht ich”.
Das ist soweit kor­rekt. Doch, was, wenn die­sem Klon dann dei­ne ID zuge­wie­sen wür­de? Das wür­de dazu füh­ren, dass der Klon zu dei­nem Ava­tar wür­de und du ihn steuerst.

Das wie­der­um wür­de bedeu­ten, dass du ledig­lich die ID mit einem ande­ren Kör­per tau­schen musst, und schon hast du einen neu­en Kör­per. Du wachst sozu­sa­gen in einem neu­en Kör­per auf und merkst es gar nicht, weil der neue Ava­tar die­sel­ben Erin­ne­run­gen hät­te wie der alte.

Doch was, wenn der alte Ava­tar alt und tod­krank wäre, und der neue jung und gesund? Dann hät­test du eine erzwun­ge­ne Reinkar­na­ti­on INNER­HALB der Matrix, ohne den “Umweg” des Todes. Alles, was du dazu wis­sen müss­test, ist

  1. dei­ne der­zei­ti­ge ID
  2. die ID eines ande­ren belie­bi­gen Kör­pers, den du über­neh­men möchtest
  3. den Zugang zur “Daten­bank”, um die IDs zu tauschen.

Ein durch­aus fas­zi­nie­ren­des Modell, das de fac­to zur Unsterb­lich­keit des Ava­tars füh­ren wür­de, der belie­big lan­ge in der Simu­la­ti­on blei­ben könn­te. Die Vorteile/Gefahren lie­gen dabei auf der Hand: Ein sol­cher Ava­tar könn­te die gesam­te Simu­la­ti­on beherr­schen. Denn er könn­te jeden belie­bi­gen Kör­per dar­in über­neh­men und steuern.

Und hier Rana Nef­a­ta­ris Blick auf die Erschaf­fung des Men­schen. Span­nend, fes­selnd und durch­aus nachvollziehbar:

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