Die Simu­la­ti­ons­theo­rie

simulationstheorie

Als “Aka­sha-Chro­nik” bezeich­nen wir all­ge­mein etwas, das alles Wis­sen des Uni­ver­sums ent­hal­ten soll: Alles Wis­sen, das war, das ist und das sein wird. Auf den ers­ten Blick ist das ein zutiefst eso­te­ri­sches Kon­strukt, das als sol­ches natür­lich weder veri­fi­ziert noch fal­si­fi­ziert wer­den kann.

Zwar gibt es Men­schen, die behaup­ten, dass sie Zugriff auf die­se Chro­nik haben und dadurch immer wie­der auf neu­es Wis­sen sto­ßen, das ihnen wei­ter­hilft oder das sie gar ver­öf­fent­li­chen. Aber das sind natür­lich erst ein­mal nur Behaup­tun­gen, die für ande­re nicht nach­weis­bar sein. Es kann stim­men oder aber auch nicht.

Aber wenn du dir das Gan­ze aus Sicht der Simu­la­ti­ons­theo­rie ansiehst, wird es schon um eini­ges plausibler:

Wie in einem frü­he­ren Bei­trag bereits aus­ge­führt,   besteht alles, was exis­tiert, aus Daten und Mus­tern (“mor­pho­ge­ne­ti­schen Fel­dern” oder “Wel­len­mus­tern”) inner­halb einer Simu­la­ti­on. Die­se Wel­len­mus­ter beschreibt im Detail vor allem die Quan­ten­theo­rie (QT).

Jedes Ele­men­tar­teil­chen hat ein Wel­len­mus­ter, aus dem es inner­halb der Simu­la­ti­on erschaf­fen wird. Wenn das Wel­len­mus­ter “wahr­nehm­bar” wird, sprich, wenn es zum erfahr­ba­ren Teil der Simu­la­ti­on wird, spricht die QT vom “Kol­laps der Wel­len­funk­ti­on”, und das Teil­chen wird “real”. Aber es ist den­noch in Wahr­heit natür­lich wei­ter­hin nur simuliert.

Inner­halb die­ser Simu­la­ti­on kön­nen wir uns nun mit unse­rem simu­lier­ten Kör­per so frei bewe­gen, wie es die Grund­pro­gram­mie­rung der Matrix zulässt. Doch jede Akti­on erzeugt eine Reak­ti­on, sprich: Beweg­te Mus­ter erzeu­gen Daten. Daten über Posi­ti­on inner­halb der Simu­la­ti­on und Daten über den Zustand der Mus­ter, aus denen wir bestehen und mit denen wir interagieren.

Die simu­lier­te Matrix

Um die Simu­la­ti­on auf­recht zu hal­ten, müs­sen all die­se Daten zwi­schen­ge­spei­chert wer­den. Jedes Mus­ter ist im Spei­cher der Matrix ent­hal­ten, und der Zustand eines jeden Mus­ters wird stän­dig gespei­chert und wie­der abge­ru­fen. Inter­ak­tio­nen zwi­schen Mus­tern erzeu­gen jedoch eben­falls Daten:

Daten, die aus­sa­gen, wie sich Mus­ter ver­hal­ten, wenn sie sich begeg­nen, und wie sie mit­ein­an­der inter­agier­ten. Das ist wich­tig, um zukünf­ti­ge Mus­ter­be­geg­nun­gen schnel­ler berech­nen zu kön­nen. Die Matrix lernt und wird dadurch immer schnel­ler und bes­ser. Sie ist eine künst­li­che Intel­li­genz (KI), die sich stän­dig durch die Inter­ak­tio­nen der Mus­ter inner­halb der Simu­la­ti­on verbessert.

Gehe mal davon aus, dass jede kom­ple­xe Simu­la­ti­on von einer KI gesteu­ert wird. Wir ver­fah­ren mit unse­ren kom­ple­xen Simu­la­tio­nen, die wir an unse­ren eige­nen Com­pu­tern gene­rie­ren, schließ­lich ganz genauso.

Die­se KI hat einen bei­na­he unbe­grenz­ten Spei­cher,  und jede Inter­ak­ti­on eines jeden Mus­ters, eines jeden simu­lier­ten Ele­men­tar­teil­chens wird hier gespei­chert: Das ist eine bei­na­he unend­li­che Ansamm­lung von Mus­ter-Daten. Aus all die­sen Daten berech­net die KI mög­li­che Kom­bi­na­tio­nen, die noch nicht pas­siert sind und gleicht sie mit denen ab, die schon pas­siert sind oder gera­de passieren.

Tref­fen nun die­sel­ben Mus­ter erneut auf­ein­an­der, kann die KI vor­her­sa­gen, wie sich die­se  mit einer gewis­sen “Unschär­fe” ver­hal­ten wer­den, die auch Hei­sen­berg in Bezug auf die “Elek­tro­nen” schon beschrie­ben hat.

Aber natür­lich sind auch Elek­tro­nen nur Mus­ter, eben “Wel­len­funk­tio­nen”. Hät­test du nun Zugriff auf die­se Daten, könn­test du inner­halb der “Unschär­fe” recht prä­zi­se vor­her­sa­gen, was pas­sie­ren wird: Du hät­test eine “Vor­ah­nung”. Nor­ma­ler­wei­se hast du  natür­lich kei­nen oder nur einen sehr ein­ge­schränk­ten Zugang zu die­sen „Meta­da­ten“.

Simu­la­ti­on einer KI

Aus die­sen Meta­da­ten bil­det die KI nun Daten­clus­ter, um künf­ti­ge Simu­la­tio­nen zu ver­bes­sern. Sie pro­gnos­ti­ziert kom­ple­xe Ver­hal­tens­mus­ter von Mus­ter­an­samm­lun­gen (“Lebe­we­sen”). Sie gene­riert “Erkennt­nis­se”, indem sie Inter­ak­tio­nen der Mus­ter  ana­ly­siert und im vor­aus berech­net. Die­se Erkennt­nis­se wie­der­um sind “glo­bal” ange­legt, sprich, die Spie­ler (WIR) haben rudi­men­tä­ren Zugriff dar­auf, damit wir uns bes­ser in der Simu­la­ti­on zurecht finden.

Dabei erhal­ten wir Zugriff auf die Meta­da­ten, die uns direkt betref­fen oder uns in Zukunft betref­fen könn­ten. Alle ande­ren Daten sind uns nor­ma­ler­wei­se nicht zugänglich.

Haben wir jedoch inner­halb der Simu­la­ti­on, inner­halb des “Spie­les”, eine Stu­fe erreicht, die uns für die KI wich­ti­ger macht, erhal­ten wir Zugang zu kom­ple­xe­ren Meta­da­ten, um noch bes­ser inter­agie­ren zu kön­nen. Wir erle­ben dies als “Erkennt­nis­se”, “Heu­re­ka-Effek­te” oder gar eine “Erleuch­tung” im spi­ri­tu­el­len Sinn.

Auf­grund die­ser neu­en Daten kön­nen wir uns und das Umfeld unse­rer Simu­la­ti­on bes­ser gestal­tet und noch mehr Erfah­run­gen für uns und die KI gene­rie­ren. Das Ziel der KI ist es, in die­sem End­los­spiel mög­lichst per­fekt zu wer­den. Wir sind dar­in die Spie­ler und erle­ben das Spiel, das die KI für uns gene­riert. Wir, die Spie­ler, sit­zen gemüt­lich außer­halb des Spiels: Wie du, der die­sen Text hier liest, vor dei­nem Moni­tor sitzt.

Die Sum­me der Meta­da­ten, die gespei­chert sind, kannst du auch “glo­ba­le Biblio­thek” nen­nen. Es gibt Spie­ler, die eine tra­gen­de Rol­le in der Simu­la­ti­on spie­len, auch wenn ihnen das als Spiel­fi­gur viel­leicht gar nicht bewusst ist. Die­se Spie­ler haben Zugang zur glo­ba­len Biblio­thek und kön­nen unbe­wusst Daten dar­aus extra­hie­ren. Im wei­te­ren Ver­lauf, und mit höhe­rem “Level” der Spiel­fi­gur, auch bewusst.

Durch die kom­ple­xen Meta­da­ten (M) ent­hält die­se Daten­bank alle Daten, die waren (M-), die sind (Mx) und die, sein wer­den (M+). Die Daten, die sein wer­den (M+), also die “zukünf­ti­gen” Daten (wobei es Zeit inner­halb der Simu­la­ti­on nicht gibt), unter­lie­gen der Unschär­fe und sind somit nicht zu 100% prä­zi­se. Es sind viel­mehr (immens gute) Inter­po­la­tio­nen und kom­men dem, was gesche­hen wird, sehr nahe. Aber auf­grund der Unschär­fe der Wel­len­mus­ter eben nicht immer.

Hat ein Spie­ler nun Zugriff auf die M+ Daten, kann er im Rah­men der Unschär­fe die Zukunft vor­her­se­hen. Zumeist unbe­wusst, aber manch­mal auch ganz bewusst. Die­se sehr fort­ge­schrit­te­nen Spie­ler spie­len eine gro­ße Rol­le in der Simu­la­ti­on und wer­den von der KI bevor­zugt mit Daten ver­sorgt, da sie ihr dabei hel­fen, ihre M+ Daten zu ver­voll­komm­nen und somit das gesam­te “Spiel”. © Rana Wieland

Dies ist ein Gast­bei­trag der genia­len Rana Nef­a­ta­ri. Gemein­sam mit ihrem Mann hat sie ein “Mini-Face­book” gebaut: Ohne Tracking, ohne Spio­na­ge und ohne Zen­sur. Ger­ne darfst du mit hel­fen, dass die­ses Pro­jekt eines Tages grö­ßer als sein nega­ti­ves Vor­bild ist! Und span­nen­de News aus der Welt der Archäo­lo­gie und Prä-Astro­nau­tik gibt´s obendrauf ;).

Die­ses Buch* beleuch­tet mei­nen heu­ti­gen Blog­bei­trag noch genauer:

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3 Gedanken zu „Die Simu­la­ti­ons­theo­rie“

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