Was ist “Das Eine”?

das eine

Das Kon­zept des Einen ist in der Phi­lo­so­phie eines der ältes­ten und tief­grün­digs­ten The­men über­haupt. Es geht dar­um, dass alles im Uni­ver­sum irgend­wie mit­ein­an­der ver­bun­den ist und dass es eine Art von “Über-Ein­heit” gibt, die alles zusammenhält.

Mög­li­cher­wei­se denkst du jetzt: “Wow, das klingt ziem­lich lang­wei­lig!” Aber kei­ne Sor­ge, es gibt auch unter­halt­sa­me Sei­ten an die­sem Kon­zept. Stel­le dir zum Bei­spiel vor, du bist in einer rie­si­gen, unend­li­chen Welt, die von unzäh­li­gen Leben und Wesen bevöl­kert ist. Jeder von ihnen hat sei­ne eige­ne Geschich­te, sei­ne eige­nen Träu­me und sei­ne eige­nen Probleme.

All die­se ver­schie­de­nen Lebe­we­sen sind auf irgend­ei­ne Wei­se mit­ein­an­der ver­bun­den, wie Glie­der einer Ket­te. Jeder von ihnen trägt dazu bei, das Gan­ze zusam­men­zu­hal­ten und jeder von ihnen ist wich­tig für das Gleich­ge­wicht der Welt.

Die­ses Kon­zept des Einen kann auch auf die mensch­li­che Exis­tenz ange­wen­det wer­den. Jeder von uns ist ein­zig­ar­tig und hat sei­ne eige­ne Geschich­te, aber wir alle sind Teil der glei­chen mensch­li­chen Fami­lie und beein­flus­sen uns gegen­sei­tig in unse­ren Ent­schei­dun­gen und Handlungen.

Auf eine Art erin­nert uns das Kon­zept des Einen dar­an, dass wir nicht allein sind und dass unser Han­deln Aus­wir­kun­gen auf ande­re hat, und uns zur Ver­ant­wor­tung zieht. Es erin­nert uns dar­an, dass wir alle zusam­men­ar­bei­ten müs­sen, um eine har­mo­ni­sche Welt zu erschaffen.

Also, anstatt das Kon­zept des Einen als tro­cken und lang­wei­lig zu betrach­ten, den­ke dar­über nach, wie es uns dar­an erin­nert, dass wir alle mit­ein­an­der ver­bun­den sind und dass unser Han­deln Aus­wir­kun­gen auf die Welt hat.

Das Eine als Schöpfergott

Das Kon­zept des Einen fin­det sich in vie­len ver­schie­de­nen Phi­lo­so­phien und Reli­gio­nen wie­der. In der grie­chi­schen Phi­lo­so­phie bei­spiels­wei­se sprach man von dem “Uni­ver­sal­kon­zept” oder “dem Einen” als einer unend­li­chen, unsicht­ba­ren Kraft, die das Uni­ver­sum zusam­men­hält. In der Mys­tik und im Neo­pla­to­nis­mus wur­de die Idee des Einen wei­ter aus­ge­baut und als eine Art spi­ri­tu­el­ler Ein­heit betrachtet.

In der indisch-hin­du­is­ti­schen Phi­lo­so­phie fin­det sich das Kon­zept des Einen auch in der Vor­stel­lung vom Brah­man, einer unend­li­chen und all­um­fas­sen­den Rea­li­tät, die alles im Uni­ver­sum durch­dringt. Auch im Bud­dhis­mus gibt es das Kon­zept des “Nir­va­na” als die ulti­ma­ti­ve spi­ri­tu­el­le Ein­heit, die das Ende allen Lei­dens und aller Unwis­sen­heit darstellt.

In der west­li­chen Phi­lo­so­phie hat das Kon­zept des Einen auch eine bedeu­ten­de Rol­le gespielt. Im Mit­tel­al­ter haben christ­li­che Theo­lo­gen und Phi­lo­so­phen viel über das Kon­zept des Einen nach­ge­dacht und ver­sucht es mit der Vor­stel­lung von Gott in Ver­bin­dung zu brin­gen. Der Phi­lo­soph Gott­fried Wil­helm Leib­niz hat das Kon­zept des Einen in sei­ner Phi­lo­so­phie des Mona­den auf­ge­nom­men, in der er die Welt als eine Sum­me von indi­vi­du­el­len Mona­den beschreibt, die alle mit­ein­an­der ver­bun­den sind und von Gott gehal­ten werden.

Das Kon­zept des Einen hat also vie­le ver­schie­de­ne Facet­ten und Inter­pre­ta­tio­nen. Es kann als uni­ver­sel­le Kraft betrach­tet wer­den, die das Uni­ver­sum zusam­men­hält, als spi­ri­tu­el­le Ein­heit, die uns zur Erleuch­tung führt oder als die Vor­stel­lung von Gott, der alles im Uni­ver­sum lenkt und regiert. Was auch immer die Inter­pre­ta­ti­on des Einen ist, es erin­nert uns dar­an, dass alles mit­ein­an­der ver­bun­den ist und dass es eine tie­fe­re Rea­li­tät gibt, die das Uni­ver­sum zusammenhält.

Letzt­end­lich ist das Kon­zept des Einen eine erstaun­li­che Inspi­ra­ti­on für uns, um uns bewusst mit­ein­an­der und mit der Welt um uns her­um zu verbinden.

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