Wie kogni­ti­ve Dis­so­nanz das Leben bestimmt

kognitive dissonanz

Kogni­ti­ve Dis­so­nanz? Was hier so sper­rig daher kommt, ist ganz ein­fach erklärt. Wohl jeder von uns hat schon ein­mal eine ähn­li­che Situa­ti­on erlebt: Theo­re­tisch weißt du genau, dass du dich gesün­der ernäh­ren und mehr Sport trei­ben müss­test. Aber im All­tag fin­dest du immer wie­der neue Aus­re­den, um dei­nen alten Lebens­stil bei­be­hal­ten zu kön­nen. So ent­steht in dei­nem Bewusst­sein all­mäh­lich eine Kluft (Dis­so­nanz) zwi­schen dei­nem all­zu posi­ti­ven Selbst­bild und dem Men­schen, der du tat­säch­lich bist.

Über­tra­gen wir das nun auf das Gesche­hen in der Welt. Denn eigent­lich wis­sen wir genau, dass die Poli­tik seit vie­len Jahr­hun­der­ten eine Agen­da ver­folgt, die gegen uns Men­schen gerich­tet ist. Um mit die­sem Wis­sen den­noch mit dem All­tag klar zu kom­men, flüch­ten sich die meis­ten Men­schen in eine Traum­welt. Ist das einer der Grün­de, wes­halb gewis­se Song-Tex­te so gro­ßen Erfolg haben?

Ich nen­ne dir hier ein paar Bei­spie­le für sol­che “Sehn­suchts­lie­der”:

  • “Ich war noch nie­mals in New York” von Udo Jürgens
  • “Es ist an der Zeit” von Han­nes Wader, Kon­stan­tin Wecker & Rein­hard Mey
  • “One Way Wind” von The Cats
  • “I Have A Dream” von ABBA
  • “Ima­gi­ne” von John Lennon
  • “We Are The World” von Micha­el Jackson

Kogni­ti­ve Dis­so­nanz und die Lösung

Musik ent­spannt und lässt dich den All­tag mit sei­nen Sor­gen ver­ges­sen. Es gibt aber auch Song­tex­te, die dich inspi­rie­ren kön­nen. Sie laden dich ein, doch ein­mal dar­über nach­zu­den­ken, wie es wäre, wenn …

Udo Jür­gens war ein Künst­ler, der dies immer wie­der in sei­nen Songs the­ma­ti­sier­te. “Heu­te beginnt der Rest dei­nes Lebens” ist ein Stück aus dem Jahr 1995 und bringt die Sache geni­al auf den Punkt:

Von jetzt an Frei­heit wagen / Heu­che­lei nicht ertra­gen / Das Glück erfas­sen / Statt nur suchen nach mehr / Fünf ein­mal grad sein las­sen / Nicht in Tabel­len pas­sen / Und um die Wahr­heit kämp­fen / Tun, was man will / Und wol­len, was man tut / Ob jung oder alt / Gilt uns­re Devi­se / Heu­te beginnt der Rest dei­nes Lebens / Jetzt oder nie und nicht irgend­wann! / Schau’ auf dein Ziel, kein Traum ist ver­ge­bens / Heut’ fängt die Zukunft an! / Von jetzt an Sein statt Haben / Nicht das Gefühl ver­gra­ben / Ein­an­der fin­den anstatt Wor­te ver­lie­ren / Über die Träg­heit sie­gen / Und nicht das Rück­grat bie­gen / Nicht sei­nen Traum ver­ra­ten / Sehen mit dem Herz / Und nie resi­gnie­ren / Mit dir Hand in Hand alles erfüh­len … / Heu­te beginnt — der Rest dei­nes Lebens / Heu­te fängt an — was du dar­aus machst! / Geh’ durch die Nacht — dem Mor­gen ent­ge­gen, / Als ob du neu — erwachst …

Und das ist kei­ne Träu­me­rei. Denn wenn wir es nur zulas­sen wür­den, wäre eine sol­che Welt noch heu­te Wirk­lich­keit. Die afri­ka­ni­sche Volks­grup­pe der Zulu nennt die­ses Bewusst­sein eines Gol­de­nen Zeit­al­ters “Ubun­tu”, was soviel wie “Gemein­sinn”, “Mensch­lich­keit” und “Nächs­ten­lie­be” bedeu­tet.  Und den erwähn­ten Song kannst du dir hier sofort down­loa­den*.

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